Bouldern ist Klettern in Absprunghöhe, also ohne Seil. Die Boulderwände sind ca. drei bis vier Meter hoch. Meist bouldert man in Indoorhallen, die in den Wandbereichen mit speziellen Weichbodenmatten ausgelegt sind. Viele verschieden farbige Klettergriffe markieren definierte Boulderrouten in unterschiedlichsten Schwierigkeitsgraden.
Nur wenige Sportarten verbinden so eindrucksvoll intuitive Bewegungen, einen hohen Aufforderungscharakter und die Möglichkeit, Reize individuell dosiert zu setzen. Genau das macht Bouldern zu einem wirkungsvollen therapeutischen und pädagogischen Medium.
Die Boulderwand ist ein vielfältiges Übungs- und Erfahrungsfeld, in dem du dich frei in alle Richtungen bewegen kannst. Während du körperlich aktiv bist, setzt du dich gleichzeitig mit objektiven Gegebenheiten – wie der Höhe – und deinen subjektiven Empfindungen – wie Angst, körperliche Anstrengung, Selbstzweifel aber auch Freude – auseinander.
Bouldern ist also das bewusste Erleben deiner persönlichen physischen und psychischen Stärken, Grenzen, Ängste und deiner Möglichkeiten.
Und das Beste: Bouldern macht einfach Spaß!

BoulderYourMind ist eine innovative, handlungsorientierte Therapieform, die die Boulderwand als zentrales Erlebnisfeld nutzt und sich positiv auf die Psyche und den Körper auswirkt. Durch vielfältige Übungen – teils spielerisch – entstehen gezielte Erlebnisräume, die Körperbewusstsein, Selbstvertrauen und Selbstwert stärken. Zudem fördert das Bouldern kognitive Fähigkeiten wie Fokus, Handlungsplanung und Problemlösung.
Bouldern zur Stärkung der physischen Gesundheit - als physiotherapeutische Methode
Bouldern in der Physiotherapie ist eine effektive Therapiemöglichkeit, weil es ganzheitlich Kraft, Koordination, Gleichgewicht und Körperwahrnehmung fördert. Durch die spielerische Bewegung an der Wand lassen sich motorische Defizite, Haltungsprobleme und funktionelle Einschränkungen gezielt und motivierend trainieren. Es eignet sich besonders bei orthopädischen, neurologischen oder psychosomatischen Beschwerden, um Bewegungsfreude, Selbstwirksamkeit und funktionelle Stabilität zu stärken.
Bouldern zur Stärkung der psychischen Gesundheit
An der Boulderwand erlebst du eine Vielzahl von Emotionen – etwa Aufregung, Stolz oder Freude, aber auch Angst, Enttäuschung oder Wut. Gefühle, die du auch aus deinem Alltag gut kennst. Während des Boulderns lernst du, diese Emotionen bewusst wahrzunehmen und aktiv und unmittelbar zu beeinflussen, was eine hohe Selbstwirksamkeit mit sich bringt.
Die intensive Konzentration auf den gesamten Körper während des Boulderns versetzt dich in einen Zustand vollständiger Präsenz – das „Hier und Jetzt“. Das „Kopfkino“ pausiert, und der volle Fokus liegt auf dem eigenen Körper und dem nächsten Griff. So kannst du Gedankenschleifen durchbrechen und neue Denk- und Handlungsstrategien entwickeln.
Beim Bouldern triffst du fortlaufend Entscheidungen: Welche Ziele setzt du dir? Welche nächsten Schritte bringen dich weiter? Du findest selbstbestimmt – in deinem eigenen Tempo und mit deinen eigenen Strategien – Lösungen für das jeweilige Boulderproblem. Dieses eigenverantwortliche Handeln stärkt dein Selbstvertrauen und verbessert deine Entscheidungs- und Handlungsfähigkeit auch im Alltag.
Du lernst, Ängste Schritt für Schritt abzubauen, neue positive Erfahrungen zu machen und andere Blickwinkel einzunehmen. So eröffnest du dir neue Handlungsspielräume.
Und wenn du ein Boulderproblem nicht gleich lösen kannst? Dann stell dir Fragen wie: Warum klappt es noch nicht? Was kann ich verändern, damit es klappt? Oder: Muss es überhaupt heute schon klappen?
Mit jedem Griff, den du erreichst – vielleicht sogar den Zielgriff – machst du eine wertvolle (Selbst-)Erfahrung. Diese Erfolgserlebnisse stärken dein Selbstbewusstsein und deinen Selbstwert.
Du bist aus dem Tritt gekommen? Beim Bouldern kommst du in Kontakt mit dir selbst, du gewinnst wieder Boden unter den Füßen und findest deine Balance.
Kurz gesagt: An der Boulderwand spiegeln sich deine persönlichen Lebensthemen – genau die, die dich auch im Alltag begleiten und beschäftigen.
Unter fachkundiger Anleitung setzt du dich gezielt mit deinen individuellen psychischen und körperlichen Herausforderungen auseinander – und gewinnst dabei wertvolle Impulse für deine persönliche Entwicklung und deinen Alltag.
Durch aktives Erleben und eigenes Handeln kannst du nachhaltige Veränderungen anstoßen – körperlich wie mental.
Und das Beste: Bouldern macht einfach Spaß!
BoulderYourMind lädt dich ein, Neues auszuprobieren, Grenzen zu überwinden und Freude an Bewegung zu entdecken – egal ob du Kind, Jugendliche(r) oder Erwachsene(r) bist.
Wenn du das Gefühl hast, dass dir Bouldern guttun und Freude bereiten könnte, melde dich gerne bei mir.
In einer Studie der Abteilung für Psychiatrie der FAU Erlangen-Nürnberg wurde die langfristige positive Wirkung des Boulderns bei Depression wissenschaftlich nachgewiesen (Link zur Studie: Klettern und Stimmung - die Studie KuS - Psychiatrie | Uniklinikum Erlangen, Link zur SBK: Bouldern - gut für Körper und Geist | SBK).
BoulderYourMind ersetzt keine Psychotherapie, kann diese aber durchaus unterstützen.
! Es handelt sich bei diesem Angebot nicht um einen Bouldertechnikkurs !
Kannst du auch alleine bouldern?
Ja, na klar! Du kannst alleine, mit Freunden, in Gruppen bouldern oder, um die Technik zu erlernen, kannst du einen Bouldertechnikkurs, der in jeder öffentlichen Boulderhalle angeboten wird, besuchen.
z.B. bei orthopädischen, neurologischen und internistischen Erkankungen
z.B. Konzentrationsschwierigkeiten, Fokus finden, Wut, bei Schwierigkeiten mit der Impulskontrolle
z.B. bei Schwierigkeiten Kontakt mit anderen aufzunehmen, Vertrauen zu finden
z.B. Freudlosigkeit, innere Leere, Ängste, Antriebslosigkeit, Niedergeschlagenheit




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